Da ist das Ding!!! Champions-League-Sieger 2012/2013!

Was war das für ein erstes Juni-Wochenende in Köln!? Als Außenseiter ging es für uns zum Final-Four-Turnier um die Champions League 2012/2013. Nicht zu vergessen: Wir mussten uns am Anfang der Saison in einem Wildcard-Turnier erst noch für die Teilnahme an der Champions League gegen starke Gegner durchsetzen und wären dort schon fast im Finale gegen St. Raphael gescheitert.

Im Halbfinale des Final Fours in Köln wartete dann Titelverteidiger THW Kiel auf uns, gegen die wir schon häufig den Kürzeren gezogen hatten, weil sie in den entscheidenden Phasen des Spiels immer konzentrierter waren als wir. An diesem Tag waren wir aber von Anfang an und auch bis zum Ende zu 100 % da und erlaubten uns keine nennenswerten Schwächephasen. Beim 39:33 gegen den THW zeigten wir eine der besten Leistungen der HSV-Handball-Vereinsgeschichte. Wir standen im Finale um den heiß begehrten Pokal – und auf einmal wurde aus dem Außenseiter HSV ein Mitanwärter auf die Trophy!

Im Endspiel gegen Barcelona hatten wir zunächst Probleme und trumpften auch über die gesamte Begegnung spielerisch nicht so auf wie gegen den THW Kiel. Ein wenig fehlte auch die Kraft, denn das Spiel am Tag zuvor war enorm energieraubend gewesen. Was aber dann doch den Unterschied ausmachte: Wir zeigten viel Herz und kämpften uns Mitte der zweiten Hälfte endgültig in die Partie. Besonders die Spieler, die am Tag zuvor nicht so im Fokus standen und zum Teil gar nicht spielten, sprangen jetzt in die Bresche und sorgten auf unserer Seite für die positiven Schlüsselmomente. Dies ist mit ein Grund, warum ich so unfassbar stolz bin auf diese Mannschaft – da gab es keine hängenden Köpfe, sondern Einsatz pur und deshalb ist der Sieg eine wirkliche Mannschaftsleistung gewesen.

Beim Stand von 24:20 waren wir schon fast durch, da kam Barcelona nochmal zurück ins Spiel und rettete sich in die Verlängerung. Ich glaube kaum ein Zuschauer hat dann noch auf uns gesetzt. Aber wir hatten den größeren Willen, wollten uns belohnen und haben dann am Ende die besseren Nerven gehabt und hochverdient mit 30:29 gewonnen. Ein historischer Triumph, der natürlich eine ganze Woche lang ausgiebig gefeiert wurde!